Videoüberwachung

Kameras sollen ohne Pause laufen Beschluss: Der Ausschuss für Sicherheit und öffentliche Ordnung stimmt für die ständige Überwachung der am Schulzentrum Werreanger abgestellten Fahrräder. Im Herbst werden neue Ständer installiert. Von Wolfgang Becker 2017-06-09 Bild Lage. Die Videoüberwachung am Schulzentrum Werreanger soll ausgeweitet werden. Liefen dort bisher·nur außerhalb der Schulzeiten die Kameras, so sollen sie jetzt auch während des Unterrichts vor allem die Fahrrad-Abstellplätze vor dem Gebäude in den Fokus·nehmen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Lage. Jedoch sind Schulleitungen von Gymnasium und Realschule sowie die Schulpflegschaften einzubinden, bevor die Videoanlagen auch während der Unterrichtszeiten scharf geschaltet · werden. Damit folgte das Gremium einem Vorschlag von Fachbereichsleiter Allgemeine Verwaltung und Ordnung, Frank Rayczik, der bei einer Gegenstimme (Jürgen Börchers, SPD) angenommen wurde. Außerdem sollen in den städtischen Haushalt Mittel zum Kauf von neuen Fahrrad- ·. ständern eingestellt werden. Wir möchten gerne solche haben, wie sie am Bahnhof zu finden sind", unterstrich Ausschussvorsitzender Gerhard Wißbrock (CDU). Bis zum Herbst sollen sie installiert werden. Den Beschlüssen zugrunde liegt ein Antrag von sachkundigem Bürger Klaus Hansen (CDU), der gleichzeitig auch Vorsitzender der Schulpflegschaft des Gymnasiums Lage ist. Er setzte sich für eine Abstimmung über den ganztägigen Einsatz der Überwachung auf dem Gelände des Schulzentrums am Werreanger ein. „Aufgrund der Tatsache, dass bisher. nur nach Schulende und in den schulfreien Zeiten am Wochenende die Kameras in Betrieb sind, wurden in der Vergangenheit unnötig viele Fahrräder während des Schulbetriebes gestohlen. Diese Situation muss zwingend geändert werden", so Hansen in seinem Antrag. Eine „durchgängige Betriebsschaltung" würde zusätzlich für mehr Sicherheit sorgen. Gleichzeitig hielt er es für erforderlich, die Anzahl der Fahrradständer der abzustellenden Menge an Fahrrädern anzupassen. Ratsherr Jürgen Börchers äußerte Bedenken gegen die Videoüberwachung. Sie kollidiere mit dem Datenschutz. Den Einsatz sieht auch Frank Rayczik kritisch. Eine Kontrolle mit Kameras schränke die Persönlichkeitsrechte ein. Die Schulleitung sei mit einzubinden. „Es geht doch nur um die Überwachung der Fahrrad-Stellplätze", - entgegnete Moritz Freiherr von Eckardstein (FDP). Selbst eine vorgeschlagene Einhausung der Stellplätze müsse kontrolliert werden. Er fragte auch, ob nicht der Fahrradkeller wieder aktiviert werden könnte. ******************************************************************************************************************************** Eltern sollen Diebstähle anzeigen Eine signifikante Zunahme an Fahrrad-Diebstählen am Schulzentrum Werreanger vermag Lippes Polizeisprecher Uwe Bauer nicht zu erkennen. Er bleibt bei seiner bereits.im März getroffenen Aussage, dass Lage nicht auffälliger sei als andere Städte im Kreis. Zu bedenken sei aber auch, dass seine Kollegen den Diebstählen nur nachgehen könnten, wenn diese bei der Polizei angezeigt werden. Klaus Hansen will bei der nächsten Sitzung der Schulpflegschaft an die Eltern appellieren, dass Betroffene solche Straftaten zur Anzeige bringen. Auch solle über die bessere Sicherung der Fahrräder gesprochen werden. Es genüge nicht, die Räder abzuschließen, sie müssten auch mit einem stabilen Schloss an einen massiven Pfahl, einen Zaun oder dergleichen angeschlossen werden. (be) © LZ, 09.06.2017