„Rette, wer kann“ – Schulsanis der Freiligrathschule suchen Mitstreiterinnen und Mitstreiter

Am Samstag, dem 14. September 2019, dem diesjährigen Welt-Erste-Hilfe-Tag, wiesen die Björn Steiger Stiftung und unser Kooperationspartner Deutsches Rotes Kreuz auf die Wichtigkeit frühestmöglicher Erste Hilfe bei Notfällen aller Art hin. Angesichts von jährlich rund 1,2 Millionen Schulunfällen sind Schulen nicht nur gesetzlich, sondern auch moralisch verpflichtet, dass genügend Lehrpersonal in erster Hilfe ausgebildet wird und dieses sich auf dem neuesten Stand hält. Außerdem sollte man auch schon früh bei den Schülerinnen und Schülern ansetzen und deren Erste-Hilfe-Kenntnisse fördern. Diese Forderung der DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt erfüllt die Freiligrathschule seit nunmehr seit anderthalb Jahren vollumfänglich. Denn zum zweiten Halbjahr 2017/2018 riefen die beiden Lehrer F. Cuthbertson und J. Fries mit tatkräftiger Unterstützung der Schulleitung die Arbeitsgemeinschaft Schulsanitätsdienst (AG SSD) ins Leben. Und zahlreiche Schülerinnen und Schüler folgten dem Aufruf, ließen sich in Erster Hilfe ausbilden und engagieren sich seither tagtäglich für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

 

 

 

 

 

„Erste Hilfe kann jeder leisten, egal ob Kind oder Erwachsener. Deshalb ist es uns wichtig, dass viele an unserer Schule die Chance ergreifen, sich ausbilden zu lassen. Als Schule bilden wir alle zwei Jahre unsere Lehrerinnen und Lehrern und unser weiteres pädagogisches Personal in den oftmals lebensrettenden Maßnahmen der ersten Hilfe aus. Denn je schneller Erste Hilfe im Notfall geleistet wird, desto größer ist die Chance für den Betroffenen. Erste Hilfe ist kinderleicht zu erlernen, auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Wir sehen es deshalb als unseren Auftrag, die Selbsthilfe zu fördern und damit Erste Hilfe als wichtiges Glied in der Rettungskette noch stärker in die Schulgemeinschaft und damit in die Gesellschaft zu verankern,“ sagt Schulleiter Jürgen Franke.“ So werden an der Freiligrathschule selbstverständlich auch die internationalen Schülerinnen und Schüler, die als Geflüchtete oder Migranten nach Lage gekommen sind, in den Maßnahmen der ersten Hilfe geschult – und verbessern dadurch zugleich auch ihr Deutsch als Zweitsprache. „Das ist eine Win-Win-Win-Situation“, sagt Schulleiter Franke. „Für die einzelnen Schülerinnen und Schüler: Sie ersparen sich den kostenpflichtigen Kurs für den Führerschein und lernen zugleich, was es heißt Verantwortung für andere zu übernehmen. Für die Freiligrathschule: Diese bekommt hoch motivierte Schülerinnen und Schüler mit besonders ausgeprägter Sozialkompetenz. Für die Gesellschaft: Sie bekommt gut ausgebildete neue Mitglieder, die sich als Teil eines Ganzen fühlen dürfen.

Die Freiligrathschule als größte Schule der Sekundarstufe I in Lage spielt dabei eine entscheidende Rolle. „Deshalb sind wir froh über die Kooperationslehrer des Jugendrotkreuz an unserer Schule, die sich nicht nur in ihrer Freizeit in der Breitenausbildung, in der Wasserrettung und im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst sowie im Bevölkerungsschutz ehrenamtlich engagieren, sondern auch an unserer Schule die Kolleginnen und Kollegen regelmäßig in Erster Hilfe aus- und fortbilden sowie die Schulsanitätsdienstler ausbilden, bei ihren Diensten begleiten, beraten und auch außerschulische Lernorte anbieten. Mein Dank gilt vor allem den rund 20 Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern, die sich im letzten Schuljahr tagtäglich und abwechselnd für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in der Schule und während schulischer Veranstaltungen engagiert haben,“ betont Franke. Ein Großteil von ihnen hat im Sommer 2019 den Mittleren Bildungsabschluss erfolgreich gemacht und die Realschule mit dem Ziel Abitur oder Ausbildung verlassen. Deshalb sucht die Freiligrathschule zu Beginn des neuen Schuljahres Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7, die sich vorstellen können, das von ihren Vorgängerinnen und Vorgängern Geschaffene erfolgreich fortzuführen. Denn dank den „Schulsanis“ der Realschule Lage wird das schulische Leben mit jedem Tag noch sicherer.

Die Arbeitsgemeinschaft „Schülersanitätsdienst“ trifft sich jeden zweiten Montag (also jeweils in der ungeraden Woche, beginnend mit dem 9. September 2019) ab 13:40 Uhr im dem Selbstlernzentrum der Realschule.

Die jeweils Dienst habenden Schulsanitäterinnen und -sanitäter treffen sich montags bis freitags während den beiden großen Pausen jeweils vor dem Sanitätsraum im Neubautrakt der Realschule (zwischen dem Büro des Schulleiters und dem Büro der Schulsozialarbeiterin).

Abschließend einige Bildimpressionen von Aktivitäten des Schülersanitätsdienstes aus den letzten Monaten:

Text: J. Fries/ Bilder: J. Fries & C.Gröne